Peter Hacks
Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe
23.9.2018
Kulturspeicher

Als im Jahr 1976 die Uraufführung des Stückes stattfand, reagierten Publikum und Presse überschwänglich. Was ist es, das auch heute noch die mitreißende Wirkung der Geschichte von Charlotte von Stein, die sich nach Goethes fluchtartigem Weggang aus Weimar 1786 in Tiraden enttäuschter Liebe ergibt, ausmacht?

 

In dem Stück ist es gelungen Goethe näher zu kommen. Der Klassiker wird in Fiktion verwandelt. Und dies geschah im Kulturspeicher durch Eva Märtson. Sie braucht kein aufwendiges Bühnenbild: Nur ein Stuhl, ein Tisch und eine Schachtel mit Briefen. Eva Märtson füllt mit ihrer Stimme, ihrer Gestik, ihrer Mimik die ganze Bühne aus. Alle Facetten der Charlotte von Stein, wie Leidenschaft, Liebe, Eitelkeit, Machstreben, Wut, Verzweifelung, Niedertracht und Wollust spüren die Gäste hautnah.

 


Christoph Hempel gibt der Frau von Stein ein tönendes Seelenleben mit moderner digitaler Klangkunst.

Das Drama, indem, verletzt durch Goethes Abreise nach Italien, ganz alleine Charlotte von Stein zu Wort kommt, enthüllt viel mehr vom Wesen Goethes, als ein direkter Blick auf ihn hätte leisten können.

Mit stehenden Ovationen belohnte das Publikum die beiden Künstler.










Tag der Kultur auf der Ostfrieslandschau 2018


Zum ersten Mal gab es auf der Ostfrieslandschau einen Tag der Kultur.  Wir waren dabei.
Wir haben unsere Kulturarbeit dargestellt, Menschen über den Sinn unserer Tätigkeit aufgeklärt und konnten zehn Stunden lang neue Kontakte knüpfen und viele Menschen auf unsere Veranstaltungen aufmerksam machen.
Viel Spaß hatten die Besucher mit unserem Spiegelkasten, wo es galt eine Strasse spiegelbildlich mit einem Stift nachzufahren. Das ist gar nicht so einfach und es wurde viel gelacht.
Bei einem Schätzspiel musste die Anzahl von Glasmurmeln in einem Gefäß erraten werden. Es gab zwölf Gewinne für die richtige Anzahl. Alle Gewinner wurden inzwischen benachrichtigt.

Unterstützt wurden wir sehr tatkräftig von Schauspielern des Lüttje Theater BIMM, die mit verschiedenen walking acts durch die Hallen gingen und die Besucher auf unseren Stand aufmerksam machten.

Der Tag der Kultur war eine herausragende Idee der Stadt Leer und war maßgeblich am Erfolg der Ostfrieslandschau beteiligt.

   
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Unterhaltung mit Niveau brachte die Kirche zum Beben
Rockabilly mit Cherry on the cake
22.9.18

Evangelisch-reformierte Kirche Loga

Die Damenband „cherry on the cake“ war auf Einladung der Stiftung Kultur tut Leer gut und der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Loga aus Köln angereist.

Milena Bergemann (Klarinette), Greta Schaller (Saxophon), Carola Beukenbusch (Tuba), Ruthhilde Holzenkamp (Rock Akkordeon), Julia Vaiberg (Klavier) und Laura Flanz (Schlagzeug) präsentierten 100 Jahre Unterhaltungsmusik auf hohem Niveau, vom Ragtime über Dixieland, Charleston, Tango argentino, Blues, Schlager der Zwanziger, Rock ‘n’ Roll bis zu gefühlvoll vorgetragenen Originalkompositionen des Tango-Königs Astor Piazolla.

Es war eine professionelle Musikdarbietung mit einer perfekten Bühnen-Show, bei der auch eine Steppeinlage durch die Leeraner Gruppe Six o`clock tap unter Leitung von Uwe Heger nicht fehlen durfte.

 

 


Die Band führte das Publikum in einem mitreißenden Entertainment durch eine kleine Geschichte der Unterhaltungsmusik. Die jeweiligen Stile wurden in geschickten und abwechslungsreichen Arrangements launisch präsentiert. Das Zusammenspiel stimmte, sogar beim Outfit der jungen Damen. Beim Bill Haley-Hit in Petticoat-Röcken wehte das Lebensgefühl der 50-er Jahre durch die Kirche.
Sonderapplaus erhielt die Tubistin, die eine original Geigenkomposition in unglaublicher Virtuosität auf ihrem Instrument präsentierte.
Mit ihrem überschäumenden musikalischen Temperament brachten die sechs jungen Kölner Musikerinnen den bis zum letzten Platz gefüllten Raum so in Schwung, dass das Publikum sich sogar zum Mitsingen der populären Evergreen der Comedian Harmonists hinreißen ließ.

Erst nach mehreren Zugaben entließ das begeisterte Publikum die Band.

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5. Sonntagskonzert
Le Plaisir du roi - ein königliches Vergnügen
Barockkonzert des Ensemble "la conversation"
am 17. 06. 2018
Evangelisch-reformierte Kirche zu Loga

Musik und Tanz nahmen am Hofe des Sonnenkönigs, Louis XIV, eine entscheidende Rolle ein. Die Qualität der Musiker musste „exquisite“ sein. In einem Wettstreit traten die Bewerber gegeneinander an. Der König persönlich traf die Auswahl.

Die Musiker dieses Konzertes hätte er mit Sicherheit ausgewählt, denn sie sind alle drei „exquisite“.

 

Das Konzert in der Evanglisch-reformierten Kirche zu Loga war zur gleichen Zeit wie das Vorrunden Fußballspiel Deutschland gegen Mexiko. Das war leider nicht anders möglich, denn für das reich verzierte französische Konzertcembalo war es der letzte Tag in Deutschland. Am Montag trat es seine Rückreise in die Toscana an.

In der Pause konnten die Konzertbesucher dieses ganz besondere Instrument aus der Nähe betrachten und erhielten von Stanislav Gres fachkundige Erläuterungen.

Polina Gorshkova spielte nicht - wie sonst häufig in einem Trio-, bestehend aus Flöte, Gambe und Cembalo, eine moderne Querflöte, sondern die damals übliche Traversflöte mit ihrem warmen Klang.

Pavel Serbin begleitete nicht nur mit der Gambe, sondern auch auf einem Barockcello. Interessant war, dass er die Unterschiede zwischen den beiden Instrumenten erklärte. Ein Höhepunkt war, als er die virtuose Sonate „la regent“ von Antoine Forqueray spielte.

Die friedvolle, französische Musik strahlte bis in den letzten Winkel der Kirche. Für das stilsichere, kammermusikalische Zusammenspiel auf historischen Instrumenten gab es reichlich Applaus und eine Zugabe.

Die Gäste waren nach dem Konzert sicherlich zufriedener als die Fußballfans.

 


   
   

Smoking, Hut und Lackschuhe

 

Jens Sörensen brillierte in der Rolle des Frank Sinatra





Die Stiftung „Kultur tut Leer gut“ hatte am Samstag, 26.05.2018 in den Kulturspeichergarten eingeladen.

Bei strahlendem Sonnenschein betrat das perfekte Double die Bühne und wurde mit tosendem Beifall begrüßt. Er plauderte unterhaltsam und amüsant aus „seinem Leben“ und berichtete über Frankie Boys schwere Jugend, über seine vier Ehen, Scheidungen und Depressionen. Es war eine musikalische Zeitreise durch das bewegte Leben des größten Entertainers des vergangenen Jahrhunderts. Der Star mit sizilianischen Wurzeln produzierte 1300 Lieder, erhielt 18 Grammy  und einen Oscar, obwohl er kaum Noten lesen konnte. Mit seiner sonoren, rauchigen Stimme erklangen viele seiner Songs von „strangers in the night“, „New York, New York“ bis „my way“.

Das Besondere an dieser Show war, dass die Big Band „Stormy Wheather“ aus Leer Frank Sinatras Lieder life begleitete. Das war eine perfekte Premiere. Mitglieder der Band berichteten nach dem Konzert: “Wir haben uns selbst übertroffen!“ Und das war nicht übertrieben. Das Publikum klatschte, schnippte und sang mit.

Marlene Diedrich bezeichnete Sinatra als „Mercedes unter den Männern“. Als Jens Sörensen singend durch das Publikum schritt, ging ein Raunen durch die Damenwelt. Es war eine unvergessliche Show. Jens Sörensen und die Bigband erhielten Standing Ovation von den knapp 400 Besuchern.







   

Danke für ein wunderbares Fest
Kunst und Kultur im Garten des Kulturspeichers 2018

Zwei wunderschöne Tage haben wir mit Ihnen/Euch verbringen dürfen und ihr habt es zu einem unvergesslichen Ereignis werden lassen.

Das Wetter konnte nicht besser sein.

Unser herzliches Dankeschön geht an unser Helferteam. Sie haben Zelte, Tische, Stühle; Staffeleien, Malutensilien transportiert und auf-und abgebaut.

Aber auch für die Gastfreundschaft im Kulturspeichergarten.

Danke schön für die vielen Künstler auf der Bühne und im Garten.

Danke allen Freunden, Gästen und Mitwirkenden für ein schönes, gelungenes Fest.

OZ-Bericht vom 29.05.2018




 
   

Ein Einblick in die Welt des Orgelbaus

Tradition verpflichtet: Bewährtes erhalten, Altes bewahren
Exkursion zum Orgelbauer Ahrend in Loga

Orgeln überdauern Generationen, erklingen länger als ein Menschenleben.

Wir bekamen durch die Führung von Herrn Hendrik Ahrend einen faszinierenden Einblick in seine Orgelwerkstatt. Besonders spannend war es, dass an diesem Tag Pfeifen per Hand gegossen wurden.

Ganz eindringlich wurde uns bewusst, dass jede Orgel auch ein eigenständiges Kunstobjekt ist, einzigartig in ihrer Form und ihrem Klang. Die Kunst des Baus oder der Restaurierung einer Orgel ist es, mit der Intonation und dem Klang die Herzen der Menschen zu treffen. Akribie ist gefordert und trotzdem bleibt eine Restaurierung immer ein Veränderung. Pfeife für Pfeife wird in sorgfältiger Arbeit ein eigener Charakter verliehen. Manchmal geht es um Nuancen, um Hundertstel Millimeter.

   
   

Lions Musikpreis 2018 mit dem Wettbewerbsinstrument Querflöte

Im festlichen Rahmen in der Vorburg der Evenburg wurde am 24.2.2018 zum 13. Mal der Lions Musikpreis in Leer ausgetragen. Zuerst spielten alle 5 Kandidaten im Alter zwischen 13 und 16 Jahren ihr Pflichtstück von   C. Stamitz und dann in einem öffentlichen Konzert vor 130 Gästen ihre Wahlstücke.

Siegerin wurde die 15-jährige Lina Kochskämper aus Varel. Als sie ihr Solostück von Ian Clark „The great train race“ spielte ging ein Raunen durch den Saal und sie wurde mit frenetischem Applaus belohnt. Governor Klaus Seifert war vollauf begeistert, dass ein Rennen zwischen zwei Zügen auf einem Instrument gespielt werden kann. Den zweiten Platz bekam mit einem hervorragenden Auftritt Johannes Zimmermann aus Oldenburg. Dritte wurde Katharina Kaup aus Leer. Wir Leeraner sind stolz auf sie.

















Bild Ute Müller, Norbild Media, Papenburg

Unsere Stiftung versorgte die Teilnehmer und die Gäste mit kulinarischen Köstlichkeiten, zubereitet von unserem Kuratoriumsmitglied Marita Folkerts. Ein Gast sagte: "Diese Frau im Team zu haben ist wie ein Sechser im Lotto"!


zum Zeitungsbericht OZ vom 27.2.2018  

Room One
Konzert in der voll besetzten Kirche

Schiff und Empore der Evangelisch-reformierten Kirche in Loga waren so voll besetzt, dass sich einige Zuhörer mit Stehplätzen begnügen mussten.

Draußen: Ein sonnig-strahlender Januartag. Drinnen strahlten die Stimmen des A-Capellaensembles

„Room one“.

Die „Jungs und Mädels“ Eva, Lisa, Laura, Felix, Simon und Stefan sangen mit Herz und zu Herzen ging es auch. Sechs Stimmen und nur diese begeisterten, und das Publikum traute sich auch in der Kirche voll dabei zu sein. Die Sänger brachten ihre Eigenkompositionen und bekannte Lieder frisch, stimmungsvoll, sanft-verhalten, lautmalerisch und mit einem Hauch eigenwilliger Harmonik zu Gehör. Es ist Musik mit Leidenschaft, und das liegt an den wunderbaren Stimmen der sechs Sänger.

 


Nicht nur singen können sie. Unter der Leitung dieser erfahrenen und charismatischen Room One Gesangscoaches wurden zwei Chöre der Kreismusikschule Leer  geschult. Bei den Teilnehmern wurden ungeahnte Potentiale geweckt und das Ergebnis war eine mitreißende Gemeinschaftsleistung im Konzert.

 

Tosender Applaus bewegte die Künstler zu einer Zugabe, und wie es in dem berühmten Song  „O happy day“ heißt, war es ein sehr gelungener Abend.

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4. Sonntagskonzert
"Mit Freuden zart"
Barocke Triosonaten für
Corno da caccia
Violine
Cello
Orgel

„Mit Freuden zart“ war der von den Musikern gewählte Titel des Konzertes, und es gelang den Musikern meisterhaft genau diesen Eindruck dem Publikum zu vermitteln.

 

Musik zum Ewigkeitssonntag

 

Unsere lieben Verstorbenen vergessen wir nie, aber ein Instrument kann in Vergessenheit geraten. So war es mit dem Corno da Caccia, welches in der Barockzeit seinen Höhepunkt hatte.

In diesem Konzert wurde es wieder entdeckt. Durch seinen warmen Klang und die Virtuosität seines Spielers begeisterte es das Publikum. Passend zum Telemannjahr wurden von dem Komponisten zwei Sonaten für Violine, Corno da caccia, Kommodenorgel und Cello aufgeführt.
Ein Solo auf dem Barockcello wurde mit anhaltendem Applaus gefeiert. Interessant und amüsant waren die Erläuterungen der Musiker zu den Stücken und den Instrumenten. Eine Schulklasse war mit ihrem Lehrer dabei und Herr Ahrends, der Erbauer der Orgel in der Reformierten Kirche zu Loga, war in der Pause so freundlich ihnen das Instrument zu erklären.

Gelebte Musik!